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Neuerscheinungen

Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund in politischen Prozessen auf der Bundesebene - explorative Studie zur Ermittlung von Handlungsbedarfen und Ableitung von Handlungsempfehlungen von Dr. Tina Denninger und Dr. Katrin Grüber
ISBN: 978-3-9811917-9-0

In Deutschland lebten im Jahr 2015 nach Auskunft der Statistik der schwerbehinderten Menschen (Schwerbehindertenstatistik) 7,6 Millionen amtlich anerkannte schwerbehinderte Menschen. Dies entspricht einem Anteil von rund 9,3 % der Bevölkerung (Statistisches Bundesamt 2017: 5). Der Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen 2016 (Teilhabebericht), der sich auf Daten aus dem Mikrozensus stützt, spricht sogar von rund 12 Millionen Menschen mit einer Behinderung (BMAS 2016a: 35).

2015 hatten 17,1 Millionen Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund, das entspricht 21% der Bevölkerung (vgl. Statistisches Bundesamt 2017: 7). Hierzu gehören Personen, „wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt“ besitzen (Statistisches Bundesamt 2017: 4).

Laut dem aktuellen Teilhabebericht (BMAS 2016a) haben 9,5 % der Menschen mit Migrationshintergrund1 eine Beeinträchtigung. Im Vergleich dazu bilden Menschen mit Beeinträchtigungen in der Gruppe der Personen ohne Migrationshintergrund 16,7 % (ebd.: 449). Der Anteil von Geflüchteten mit Behinderung wird auf 10-20 % geschätzt (vgl. Schwalgin/Wank 2017: 2; BMAS 2016a: 485; Turhan 2016: 151).

Die Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung ist sehr heterogen. Dies betrifft sowohl die „Ursachen, Erscheinungsweisen und Folgen von Beeinträchtigungen“ als auch „verschiedene Zugehörigkeiten, Identitäten und Lebenslagen entlang von Unterschieden wie Alter, Geschlecht sowie ethnischer und kultureller Zugehörigkeit“ (BMAS 2016a: 472; vgl. auch Windisch 2014: 128ff.).

Ziel der vorliegenden explorativen Studie – der ersten empirischen Studie zu diesem Thema auf Bundesebene - ist die Ermittlung von Handlungsbedarfen und die Ableitung von Handlungsempfehlungen, die dazu beitragen, die Perspektive von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund in der Diskussion um gesellschaftliche Teilhabeoptionen auf Bundesebene besser zu berücksichtigen. Außerdem werden Hinweise auf die Situation von Geflüchteten mit Behinderung gegeben.

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Neuerscheinungen

Präimplantationsdiagnostik in Deutschland – eine IMEW Handreichung von Katrin Grüber, Birte de Gruisbourne, Johannes Pömsl.
ISBN 978-3-9811917-7-6.

Seit Dezember 2011 ist das Präimplantationsdiagnostikgesetz in Kraft. Die Verordnung zur Durchführung der Präimplantationsdiagnostik (PID) gilt seit Februar 2014. Die PID bleibt damit weiter verboten, straffreie Ausnahmen betreffen jedoch die Untersuchung pluripotenter Zellen bei hohem Risiko auf eine schwerwiegende Erbkrankheit und zur Feststellung einer schwerwiegenden Schädigung des Embryos, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tod oder zu einer Fehlgeburt führt.

Auch nach dem Präimplantationsdiagnostikgesetz sollte der öffentliche Diskurs über die PID nicht beendet sein. Die Handreichung des IMEW will dazu einen Beitrag leisten. Sie gibt einen Überblick über die biologisch-medizinischen Verfahren der PID, der In-vitro-Fertilisation (IVF) und der Polkörperdiagnostik (PKD) und verschränkt diese Informationen mit den rechtlichen Regelungen. Die wesentlichen Inhalte des Präimplantationsdiagnostikgesetzes und der Präimplantationsdiagnostikverordnung werden erläutert.

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