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Freunde & Förderer

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Testimonial Berghöfer

Jochen Berghöfer
Jochen Berghöfer, Geschäftsführung Haus Mignon – Institut für Heilpädagogik, Pädagogik und Frühförderung, Hamburg
Die Vision, ein Institut zu gründen mit der Aufgabenstellung, "die Perspektive von Menschen mit Behinderung ... (mehr)

Marcus Düwell/Liesbeth Feikema: Über die niederländische Euthanasiepolitik und -praxis

IMEW Expertise 5, 2006

Mit einem Vorwort von Dietmar Mieth und Ernst Wolfgang Böckenförde

ISBN 978-3-9809172-4-7
ISSN 1612-6645
90 Seiten
Euro 10.-, zuzüglich Porto- und Versandkosten

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Marcus Düwell und Liesbeth Feikema stellen die niederländische Politik, die Rechtslage und die Praxis der Sterbehilfe in ihren sozialen, politischen, kulturellen und historischen Zusammenhang. Sie versuchen, den kulturellen Hintergrund dieser Regelung zu interpretieren, wobei besonders auf die als ‚Poldermodell' bekannt gewordene prozedurale und pragmatische Form der Konfliktlösung eingegangen wird. Diese unterscheidet sich grundlegend von der Herangehensweise in Deutschland und ist deshalb aus deutscher Perspektive in der Regel schwer nachzuvollziehen. Das Gutachten, das keine ethische Beurteilung der niederländischen Sterbehilferegelung darstellt, ist eine wichtige Bereicherung der Diskussion, auch, weil es Texte zugänglich macht, die bisher nicht in deutscher Sprache zur Kenntnis genommen werden konnten.

Zum Autor
Marcus Düwell, geb. 1962, war von 1993 bis 2001 Koordinator des Ethikzentrums der Universität Tübingen. Seit 2002 hat er einen Lehrstuhl für Philosophische Ethik an der Universität Utrecht und ist wissenschaftlicher Direktor des dortigen Ethik-Instituts. Er ist Direktor der Niederländischen Forschungsschule für Praktische Philosophie. Publikationen u.a.: "Ästhetische Erfahrung und Moral" (Alber, 1999); Mitherausgeber von "Bioethik. Eine Einführung" (Suhrkamp, 2003) und "Handbuch Ethik" (Metzler, 2. Aufl. 2006).

Zur Autorin
Liesbeth Feikema, geb. 1966, hat nach ihrem Studium der Niederländischen Sprachwissenschaften (Universität Utrecht, 1992) jahrelang bei der Kulturabteilung der Gemeinde Utrecht gearbeitet. 2004 schloss sie den Master für Angewandte Ethik (Ethiek Instituut, Universität Utrecht) ab und unterrichtete in Medizinischer Ethik. Sie hat Rechtswissenschaft studiert und wohnt in Gabun. Dort arbeitet sie an einer Dissertation über moralische Aspekte der Arbeit von Multinationals in Afrika.

Inhalt

Einleitung

Charakterisierung der niederländischen Euthanasiepolitik und -praxis

Historischer Überblick über die Entwicklungen in Rechtsprechung und Gesetzgebung

  • Entwicklungen in der Rechtsprechung
  • Inhalt des Euthanasiegesetzes

Niederländische Kultur und Euthanasiediskussion

  • Das Poldermodell
  • Die Bedeutung des Poldermodells für die Euthanasiedebatte
  • Die Euthanasiepolitik und der Umgang mit Grundrechten
  • Zum Schluss

Überblick über die Evaluationen in den Jahren 1990, 1995 und 2001

  • Evaluationen der Jahre 1990 (publiziert 1991) und 1995 (publiziert 1996)
  • Evaluation im Jahr 2001 (publiziert 2003)

Soziale und gesellschaftliche Aspekte der aktiven Lebensbeendigung

  • Die gesellschaftliche Basis der aktiven Lebensbeendigung
  • Sozial-ökonomische Faktoren

Heutige Situation der niederländischen Euthanasiepolitik

Prüfungsverfahren (Praxis und Konsultation)

  • Praxis
  • Konsultation

Umgang mit nichteinwilligungsfähigen Patienten (Kinder, Neugeborene, psychisch Kranke, Patienten mit geistiger Behinderung oder Demenz)

  • Nichteinwilligungsfähigkeit im Allgemeinen
  • Kinder
  • Neugeborene
  • Psychisch Kranke und Patienten mit geistiger Behinderung oder Demenz

Die Diskussion über Lebensmüdigkeit als Grund für Euthanasie

Euthanasie und terminale Sedierung

Palliative Behandlung und Euthanasie

Schlussfolgerung und Diskussion

Literatur

Anlagen

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