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Selbstbestimmung, Teilhabe und Partizipation im Alltag von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf (12/2018-05/2020)

Das Projekt soll zeigen, wie Selbstbestimmung und Teilhabe für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf gelingen kann und wie ihre Partizipationsmöglichkeiten verbessert werden können.

Begriffe
Mit Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf sind Menschen gemeint mit einer erheblichen kognitiven Beeinträchtigung, die in der Regel verbal nicht kommunizieren können und einen hohen pflegerischen Unterstützungsbedarf haben. Sie leben in der Regel in einer Organisation der Eingliederungshilfe oder bei ihrer Familie. Sie sind in fast allen Bundesländern nicht in einer Werkstatt beschäftigt, sondern suchen Angebote der Eingliederungshilfe (Tagesförderstätte, FuB-Bereich o.a.) auf.

Die Begriffe Selbstbestimmung, Teilhabe und Partizipation werden im Laufe des Projektes weiter entwickelt und präzisiert. Zum jetzigen Zeitpunkt ist damit gemeint:

• Selbstbestimmung als Gegenbegriff zur Fremdbestimmung ist das Recht und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden.
• Teilhabe bedeutet das Einbezogensein in Situationen und das Dazugehören.
• Partizipation bedeutet, aktiv in Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen zu sein. Es geht darum, sowohl dazuzugehören als auch Einfluss zu nehmen.

Workshops
Im Rahmen des Projektes finden zu zentralen Themen Workshops statt. In Kürze werden hier Informationen zu den Workshops veröffentlicht.

Handreichung – Gute Beispiele aus der Praxis
Am Ende des Projekts wird eine Handreichung mit Guten Beispielen aus der Praxis erstellt. Sie sollen aufzeigen, was unter den jetzigen rechtlichen Rahmenbedingungen möglich ist und wie Veränderungsprozesse angestoßen werden können. Im Zentrum stehen nicht Leuchttürme, sondern Hinweise auf „kleine“ Schritte und Gelingensfaktoren, die sich auf die Ebene der Organisationen sowie der handelnden Personen innerhalb und außerhalb der Behindertenhilfe beziehen. Es soll auch beschrieben werden, auf welche (organisatorischen, rechtlichen etc.) Hürden die Initiatoren der Projekte möglicherweise gestoßen sind und ob und wie sie diese überwunden haben.

Policy Paper - Empfehlungen an die Politik
Die Ergebnisse der Dokumentenanalyse und der Experteninterviews werden um Informationen und Einschätzungen, die wir im Rahmen der Workshops erhalten, ergänzt und dienen als Grundlage für ein Policy Paper, das sich an die Politik auf der Bundes- und Landesebene richtet. Es wird Empfehlungen enthalten, die in den weiteren Umsetzungsprozess des BTHG eingespeist werden können (sowohl auf Landes- als auch Bundesebene).

Förderung
Das Projekt wird gefördert von

 

Am Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW, Berlin) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt bis zum 31.04.2020 eine Stelle als Wissenschaftliche Hilfskraft mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 10 Stunden/Woche zu vergeben.

 

Das Projekt „Selbstbestimmung, Teilhabe und Partizipation im Alltag von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf“ soll dazu beitragen, die Selbstbestimmungs-, Teilhabe- und Partizipationsmöglichkeiten von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf zu verbessern.

 

Wesentliche Aufgaben:
- Literatur- und Internetrecherche sowie Archivierung
- Unterstützung bei der Organisation von Workshops und der Abschlussveranstaltung
- Unterstützung bei der qualitativen Auswertung von Interviews und Dokumenten
- Unterstützung bei der Auswertung von Hospitationen vor Ort
- Unterstützung bei der Aufarbeitung der Projektergebnisse
- Verwaltungsaufgaben im Rahmen des Projektes

 

Voraussetzungen:
- Studienabschluss (Bachelor) sowie Immatrikulation im Masterstudium in Sozialwissenschaften, Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Disability Studies oder in anderen für das Thema relevanten Fächern.
- Thematisches Interesse
- Kenntnisse in qualitativen Methoden der Sozialforschung
- Sehr gute Deutschkenntnisse und gute Englischkenntnisse
- PC-Kenntnisse in Microsoft-Office (insbesondere Word & PowerPoint)
- Selbständiges, zuverlässiges Arbeiten
- Organisatorisches Geschick
- Teamfähigkeit

 

Bewerberinnen und Bewerber mit Behinderung werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.
Kurzbewerbungen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) bitte nur per E-Mail bis zum 24.04.2018 an Dr. Katrin Grüber: grueber@imew.de. Rückfragen unter 030- 29 38 17 70.

 

Die Vorstellungsgespräche finden im Mai statt.

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