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Selbstbestimmung, Teilhabe und Partizipation im Alltag von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf (12/2018-11/2020)

Das Projekt soll zeigen, wie Selbstbestimmung und Teilhabe für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf gelingen kann und wie ihre Partizipationsmöglichkeiten verbessert werden können.

Begriffe
Mit Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf sind Menschen gemeint mit einer erheblichen kognitiven Beeinträchtigung, die in der Regel verbal nicht kommunizieren können und einen hohen pflegerischen Unterstützungsbedarf haben. Sie leben in der Regel in einer Organisation der Eingliederungshilfe oder bei ihrer Familie. Sie sind in fast allen Bundesländern nicht in einer Werkstatt beschäftigt, sondern suchen Angebote der Eingliederungshilfe (Tagesförderstätte, FuB-Bereich o.a.) auf.

Die Begriffe Selbstbestimmung, Teilhabe und Partizipation werden im Laufe des Projektes weiter entwickelt und präzisiert. Zum jetzigen Zeitpunkt ist damit gemeint:

• Selbstbestimmung als Gegenbegriff zur Fremdbestimmung ist das Recht und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden.
• Teilhabe bedeutet das Einbezogensein in Situationen und das Dazugehören.
• Partizipation bedeutet, aktiv in Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen zu sein. Es geht darum, sowohl dazuzugehören als auch Einfluss zu nehmen.

Workshops
Im Rahmen des Projektes finden zu zentralen Themen Workshops statt.
Der nächste Workshop findet statt am 20.3.2020
Am 2.12.2019 fand der Workshop „Teilhabe im Sozialraum für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf“ statt. Einen Kurzbericht finden sie hier.

Am 16.1.2020 fand der Workshop „Partizipation von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf“: statt. Zwei Kurzberichte finden Sie hier und hier

 

Handreichung – Gute Beispiele aus der Praxis
Am Ende des Projekts wird eine Handreichung mit Guten Beispielen aus der Praxis erstellt. Sie sollen aufzeigen, was unter den jetzigen rechtlichen Rahmenbedingungen möglich ist und wie Veränderungsprozesse angestoßen werden können. Im Zentrum stehen nicht Leuchttürme, sondern Hinweise auf „kleine“ Schritte und Gelingensfaktoren, die sich auf die Ebene der Organisationen sowie der handelnden Personen innerhalb und außerhalb der Behindertenhilfe beziehen. Es soll auch beschrieben werden, auf welche (organisatorischen, rechtlichen etc.) Hürden die Initiatoren der Projekte möglicherweise gestoßen sind und ob und wie sie diese überwunden haben.

Policy Paper - Empfehlungen an die Politik
Die Ergebnisse der Dokumentenanalyse und der Experteninterviews werden um Informationen und Einschätzungen, die wir im Rahmen der Workshops erhalten, ergänzt und dienen als Grundlage für ein Policy Paper, das sich an die Politik auf der Bundes- und Landesebene richtet. Es wird Empfehlungen enthalten, die in den weiteren Umsetzungsprozess des BTHG eingespeist werden können (sowohl auf Landes- als auch Bundesebene).

Förderung
Das Projekt wird gefördert von

 

Veröffentlichung

  • Katrin Grüber (2019) Selbstbestimmung, Teilhabe und Partizipation im Alltag von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, S. 89-81 in Teilhabe 2/2019, Jg. 58

 

 

 

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